Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2020

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Willkommen bei unserem großen Kaffee Kuba Test 2020. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Kaffeearten aus Kuba. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Kaffee aus Kuba zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Kaffee aus Kuba kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der kubanische Kaffee gehört mit dem Kaffee aus Jamaika und dem Kaffee aus der Dominikanischen Republik zu den weltweit beliebten karibischen Kaffeesorten.
  • Die verschiedenen Sorten des kubanischen Kaffees umfassen auch den Turquino und den Estrella del Norte, zwei Sorten die, trotz ihrer erheblichen Unterschiede in Anbau und Aroma, einmaligen kubanischen Kaffeegenuss generieren.
  • Der Kaffee aus Kuba zählt weltweit zu den am häufigsten exportierten Kaffeesorten und genießt weltweit bei Kaffeemessen internationales Ansehen.

Kaffee aus Kuba Test: Das Ranking

Platz 1: Bio Arabica Kaffee

Die Arabica Coffee Beans Cuba Altura Lavato sind Bohnen aus biologischem Anbau und werden zu 100% in Kuba produziert.

Sie sind am Häufigsten in der Menge von 1000g erhältlich und befinden sich mit einem Kilopreis um die 20€ in der gehobeneren mittleren Preisklasse.

Dieses Produkt enthält ganze Bohnen, die medium bis stark geröstet wurden. Sie haben wenig Säure und eine angenehme Süße. Mit ihrem zusätzlich rauchigen Aroma besitzen sie die Hauptmerkmale eines typischen kubanischen Kaffees.

Platz 2: Kuba Montana

Die Kuba Montana Bohnen stammen, wie der Name schon sagt, aus den Bergregionen Kubas. Sie sind in von kleinem Mengen bis zu 3kg Packungen erhältlich. Mit einem Kilopreis um 25€ befinden sie sich in einer etwas höheren Preisklasse.

Die handverlesenen Bohnen werden nach der Ernte langzeitig in der Trommel geröstet. Die Bohnen stammen aus den Regionen Guantánamo und Holguín, zwei der bekanntesten Kaffeeregionen Kubas.

Dieses Produkt wird zudem traditionell geerntet, da auf diese Weise die umliegende Vegetation am besten geschützt wird.

Platz 3: Kuba Kaffee Gemahlen

Die 100% Arabica Single Origin Bohnen werden in 500g Packungen verkauft und sind mit einem Kilopreis von ca 35€ in der oberen Preisklasse zu finden.

Die Bohnen werden langzeitig für etwa 16-20 Minuten getrocknet und anschließend vor dem Export gemahlen. Diesen Kaffee zeichnet aus, dass die Bohnen erst so kurz wie möglich vor der Verschiffung geröstet werden, da dadurch der Kaffee frischer und kräftiger schmeckt und ein intensiveres Aroma enthält.

Das facettenreiche, kräftige Aroma mit leichtem Schokoladengeschmack verleiht dem Kaffee eine spezielle Note.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Kaffee aus Kuba kaufst

Für wen eignet sich Kaffee aus Kuba?

Der kubanische Kaffee gehört neben dem jamaikanischen Kaffee und dem Kaffee aus der Dominikanischen Republik zu den weltweit bekannten karibischen Kaffeesorten.

Er eignet sich daher für jeden Kaffeeliebhaber, der guten Qualitätskaffee zu schätzen weiß.

Der Kaffee aus Kuba ist wegen seiner begrenzten Anzahl an Anbaumöglichkeiten oft nur schwer und daher auch nur in geringen Mengen erhältlich. Der dadurch entstehenden höhere Preis ist deswegen oftmals zu teuer für den normalen Kaffeegebrauch.

Beim Kaffee aus Kuba handelt es sich um einen Qualitätskaffee, der jedoch seinen Preis hat. (Bildquelle: 123rf.com / 108835774)

Wenn du Kaffee nur wegen des Koffeins zu dir nimmst, ohne besonders auf den Geschmack zu achten, eignet sich der kubanische Kaffee daher eher nicht für deinen Kaffeekonsum.

Zudem solltest du, wenn du an gesundheitliche Problemen, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Herzfrequenzstörungen, leidest, den möglichen Konsum von kubanischem Kaffee mit deinem Arzt absprechen.

Eine zu hohe Dosis an Koffein kann sonst zu verstärkten Nebenwirkungen der gesundheitlichen Beschwerden führen.

Was ist das Besondere an Kaffee aus Kuba?

Der Kaffee aus Kuba beinhaltet manche der wohl bekanntesten Kaffeesorten der Welt. Auf den über 4000 Inseln des Staates wurde bereits vor dem 18. Jahrhundert Kaffee angebaut. Das machte Kuba zum damaligen Kaffeeland Nummer 1.

Allerdings wurde es, sowohl bedingt durch wirtschaftliche Sanktionen als auch durch seine politische Lage, von einigen südamerikanischen Ländern überholt.

Heute umfasst der kubanische Kaffeeanbau ein Erntevolumen von 150000 Säcken zu je 60 kg. Diese Menge ist allerdings zu gering, um den Bedarf zu decken. Dadurch hat sich der kubanische Kaffee zu einer Rarität entwickelt, die bei Kaffeekennern sehr beliebt ist.

foco

Wusstest du, dass Kuba in der Vergangenheit zu seiner Höchstzeit mehr als 330000 Säcke Kaffee exportierte.

Die 60kg Säcke wurden vor allem in Deutschland und den Niederlanden, aber auch in den restlichen europäischen Ländern verkauft.

Der Kaffee aus Kuba zeichnet sich besonders durch seinen einzigartigen Geschmack aus. Er enthält wenig Säure und eine angenehme Süße. Die bekanntesten Sorten haben zusätzlich eine leichte Tabaknote im Geschmack. So wird sein Aroma von Experten oft als rustikal oder rauchig beschrieben.

Die bekanntesten Sorten, wie zum Beispiel die Turquino-Bohne, sind besonders aromatisch und versetzen den Käufer mit ihrem Geruch, der an kubanische Zigarren erinnert, in eine kubanische Urlaubsstimmung.

Kaffeesorte Anbauregion Geschmack Besonderheit
Turqino Nordosten Kräftig, Nuss, Rosinen, Tabak Rauchiges Aroma erinnert an kubanische Zigarren
Cubita Nordosten Mild, verschiedene Gewürznoten, Nuss Mildester kubanischer Kaffee
Serrano Südwesten Karamell, sanfter Nachgeschmack Bevorzugte Sorte für Café con Leche
Estrella del Norte Südwesten (Sierra-Maestra Gebirge) Kräftig, Schokolade, Nuss, vollmundig Langsamer Reifungsprozess

Was kostet Kaffee aus Kuba?

Der Preis des Kaffees aus Kuba variiert je nach Region, Qualität und Zubereitung. Während generell die kubanischen Kaffeesorten eher in der mittleren bis etwas höheren Preiskasse zu finden sind, gibt es ein paar spezielle Sorten, die wegen ihres Bekanntheitsgrads und ihrer Besonderheit ein erheblich teurer sind.

Eine dieser besonderen Sorte ist der Kaffee Serrano. Er ist wohl der bekannteste Kaffee Kubas und wird im Südosten angebaut. Die milde Säure und der rauchige Geschmack mit einem Hauch von Vanille im Abgang macht ihn bei Kaffeeexperten sehr beliebt.

Der Estrella del Norte ist eine weitere – etwas teurere – Sorte, die in Granma angebaut wird. Diese beiden Sorten sind verhältnismäßig teuer im Gegensatz zu den anderen kubanischen Kaffeesorten, da ihr hoher Bekanntheitsgrad eine höhere Nachfrage generiert.

Die Ernte kann allerdings den steigenden Bedarf nicht ausreichend decken.

Zudem unterscheidet sich der Preis des kubanischen Kaffees je nach Verarbeitung der Bohnen. Wird der Kaffee in ganzen Bohnen verkauft, so ist er erheblich teuer als das gemahlene Produkt.

Dieser Unterschied wird dadurch generiert, dass in den gemahlenen Bohnen oftmals Ware zweiter oder dritter Qualität verarbeitet wird, während Produkte mit ganzen Bohnen nur Ware erster Qualität beinhalten.

Die Preisspanne der ganzen Bohnen erstreckt sich von 25€ bis zu 50€. Die Preise werden je nach Jahreszeit, qualitative Trocknung und Röstgrad berechnet. Die Preispanne des gemahlenen Kaffees erstreckt sich von 12€ bis 37€.

Wo kann ich Kaffee aus Kuba kaufen?

Kaffee ist eines der wichtigste Exportgüter für Kuba und ist fast überall auf der Welt erhältlich.

In Deutschland kannst du Kaffee aus Kuba vereinzelt in heimischen Supermärkten erwerben. Einfacher ist es allerdings den kubanischen Kaffee online zu bestellen.

Die bestellten Mengen werden vereinzelt, je nach Sorte, sogar erst extra kurz vor der Verschiffung geröstet und abgepackt, was ihnen ein besonders frisches und fruchtiges Aroma verleiht.

Unserer Recherche zu Folge sind dies die Onlineshops, mit dem größte Prozentsatz des Vertriebs von Kaffee aus Kuba:

  • amazon.de
  • lorespresso.de
  • roastmarket.de
  • cremagazin.de
  • kaffeezentrale.de

Alle Kaffee Produkte, die in diesem Artikel vorgestellt werden, sind bei einer dieser Webseiten zu finden.

Mit welchen anderen Kaffeesorten ist der Kaffee aus Kuba vergleichbar?

Viele angebaute Sorten des Kaffees aus Kuba haben einen einzigartigen, etwas rauchigen Geschmack und sind daher eher schwer mit anderen Kaffeesorten zu vergleichen.

Vor allem der Serrano Kaffee und der Turquino Kaffee, werden von Experten als einzigartig gehandelt, da ihr Geruch an kubanische Zigarren erinnert.

Allerdings ist es möglich einzelne Geschmackskomponenten des kubanischen Kaffees mit Sorten aus anderen Ländern zu vergleichen.

So ähnelt der etwas schokoladige-süßliche Geschmack einigen Sorten Kaffee aus Hawaii.

Die Bohne des Estrella del Norte wird wegen ihres langsamen Reifungsprozesses manches Mal mit dem Blue Mountain Kaffee aus Jamaika vergleichen, da diese Kaffeesorte ähnliche Reifezeiten aufweist.

Zudem sind die Arabica Bohnen aus der Dominikanischen Republik den Früchten aus Kuba ähnlich, da diese vor über 300 Jahren per Schiff nach Kuba gebracht wurden.

Wenn du also kubanischen Kaffee trinken willst, allerdings keine Möglichkeit hast einen zu erwerben, ist die dominikanische Bohne eine gute Alternative.

Entscheidung: Welche Sorten von Kaffee aus Kuba gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dich für den Kauf von Kaffee aus Kuba entscheidest, gibt es 2 Arten, zwischen denen du dich entscheiden kann.

  • Kaffee aus der Region Holguin
  • Kaffee aus der Region Granma

Diese 2 Varianten unterscheiden sich darin, dass sie in verschiedenen Regionen Kubas angebaut werden. Durch die unterschiedlichen Bedingungen weichen sie in Geschmack und Aroma voneinander ab.

Die größter Differenz zwischen den beiden Produktarten sind die klimatischen Bedingungen und die dadurch entstehenden unterschiedlichen Geschmäcker.

Zudem hat jede Region eine für sie typische Aufbereitung sowie Trocknung, Röstung und Verarbeitung. Je nachdem, was du bevorzugst, eignet sich die eine Art besser als die andere.

Der folgende Abschnitt soll die Entscheidung erleichtern.

Was zeichnet den kubanischen Kaffee aus der Region Holguin aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Die Provinz Holguin ist die Region, in der heute noch am meisten Kaffee angebaut wird. Sie befindet sich im Nordosten Kubas und das älteste kaffeeanbauende Gebiet.

Hier wurden bereits im 18. Jahrhundert die ersten Kaffeekirschen geerntet, die auf dem Seeweg aus Haiti überliefert wurden.

Aus der Region Holguin stammen zwei international bekannte kubanischen Sorten: der Cubita und der Kaffee Turquino. Der Cubita Kaffee ist der wohl mildeste kubanische Kaffee und hat einen nussigen, milden Nachgeschmack.

Daher eignet sich der Kaffee aus dieser Region auch für Kaffeegenießer, die nicht nur einen kräftigen Kaffeegeschmack bevorzugen.

Der Turquino hat zudem noch ein leicht rauchiges Aroma mit einer leichten Tabaknote, die an kubanische Zigarren erinnert. Die automatische Konnotation mit Kuba ist wohl einer der Hauptgründe, warum er sich international eines so hohen Beliebheitsgrades erfreut.

Einen weiteren Vorteil bieten Führungen auf den Kaffeeplantagen in der Region, die meistens auch neben vielen historischen Fakten und Einblicke, eine Kaffeeverkostung beinhalten.

Vorteile
  • Mildes Aroma eignet sich für jeden
  • Reicher historischer Hintergrund
  • Turquino generiert direkte Assoziation mit Kuba
Nachteile
  • Rückgang der Plantagenanzahl
  • Qualitätsverlust durch Tourismus

Da allerdings der Kaffeeanbau auf Kuba vor allem für Kleinbauern nicht lukrativ ist, hat sich die Anzahl der Plantagen in den vergangenen Jahrzehnten verringert.

Jene, die immer noch Kaffee anbauen, sind auf den Tourismus angewiesen. Daher können sie sich nicht auf die traditionelle Aufbereitung der Kaffeekirschen konzentrieren können. Dies führt gelegentlich zu einem Qualitätsverlust der Kaffeebohnen.

Was zeichnet den kubanischen Kaffee aus der Region Granma aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Die Region Granma befindet sich im Südwesten und ist neben der Provinz Holguin das zweite große kubanische Gebiet, das immer noch reichlich Kaffee anbaut.

Neben dem Anbaugebiet des Serrano Kaffees findest du hier auch den Sierra-Maestra Gebirgszug, in dem eine der wohl bekanntesten und teuersten Sorten des kubanischen Kaffees angebaut wird: die Estrella del Norte.

Durch die klimatischen Bedingungen in 1300 Meter Seehöhe, reifen die Kirschen in dieser Region langsamer heran.

Dadurch erhalten die Bohnen später einen süßeren und vollmundigeren Geschmack, mit schokoladig und nussigem Aroma. Die Bohnen sind daher vor allem für Kaffeeliebhaber geeignet, die Sorten wie den Blue Mountain Kaffee aus Jamaika bevorzugen, da deren Anbau ähnliche klimatische Bedingungen aufweist.

Vorteile
  • Estrella del Norte
  • Einmalige Anbauart
Nachteile
  • Rückgang der Plantagenanzahl
  • Teurer als Kaffee aus anderen Regionen

Neben den vielen Vorteilen, die diese Region bietet, gilt allerdings auch hier der Nachteil der Lukrativität des Anbaus. So sind auch hier die Kaffeebauern auf den Tourismus oder auf staatliche Subventionen angewiesen.

Die Estrella del Norte kann zudem, wegen Platzmangel und wegen dem langsameren Reifungsprozess, nicht in größeren Mengen produziert werden. Dadurch ist sie seltener und erheblich teurer als andere kubanische Kaffeesorten.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kaffee aus Kuba vergleichen und bewerten

Kaffee aus Kubaist in verschiedenen Mengen, Röstungen und Größen erhältlich. Je nach Vorliebe und Geschmack gibt es daher einige Kriterien, die du vergleichen kannst, um das geeignete Produkt für dich zu finden.

Die Kriterien, mit deren Hilfe man die Kaffeearten aus Kuba miteinander vergleichen kann, umfassen:

  • Geschmack
  • Anbau und Herstellung
  • Zubereitung
  • Menge und Verpackung

In den kommenden Absätzen erklären wir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Geschmack

Der Geschmack des kubanischen Kaffees unterscheidet sich nach Region, Aufbereitung und Röstgrad. Die drei verschiedenen Regionen zeigen verschiedene Merkmale.

Während der Cubita milder im Aroma ist, hat der Turquino einen rauchigen Beigeschmack, der an kubanische Zigarren erinnert. Der Estrella del Norte hat wiederum einen vollmundig, nussig-schokoladigen Geschmack.

Zudem unterscheiden sich die Bohnen in der Aufbereitung. Über dreiviertel der Kaffeekirschen werden nass aufbereitet, was ihnen zwar einen feineren Geschmack verleiht, allerdings den Fruchtzucker reduziert.

Wenn du also auf der Suche nach feinen Aromen mit wenig Säure und ein wenig rauchigem Geschmack bist, ist der kubanische Kaffee die geeignete Kaffeeart für dich.

Zudem verändert der Röstgrad den Geschmack der Kaffeebohne. Je mehr Röstvorgänge die Kaffeebohne durchläuft, desto intensiver und stärker wird der Geschmack. Daher werden Kaffeebohnen, die den Röstgrad Stufe 3 haben, oftmals als ein wenig bitter wahrgenommen.

Anbau und Herstellung

Der Anbau und die Herstellung des kubanischen Kaffees variieren je nach Region. Die drei größten Regionen unterschieden sich in Höhenlage und Klima.

Die Höhenlage der Sierra Maestra, wo der berühmteste kubanische Kaffee, der Turquino angebaut wird, ist entscheidend für die Reifung der Bohnen.

Sie reifen etwas langsamer als die Bohnen in den anderen Teilen des Landes und erhalten somit einen markanten, etwas rauchigen Geschmack.

Die Pflanzen, die im zentralen Teil des Landes angebaut werden, liegen um einiges niedriger und sind mehr einem tropischen Klima ausgesetzt. Daher ist ihre Reifephase erheblich kürzer und ihr Aroma dadurch milder.

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Wusstest du, dass die Nassaufbereitung erst mit den französischen Siedlern nach Kuba kam?

Die zum Großteil aus dem Baskenland stammenden Kaffeebauern errichteten Zisternen und Aquädukte sowie Fermentationsbecken, die diese Form der Aufbereitung in Kuba verbreitete.

Im Osten Kubas befinden sich 171 Kaffeeplantagen. Diese Region ist seit der Jahrtausendwende ein Weltkulturerbe. Die ausgebaute Infrastruktur und das Bewässerungssystem in der Gegend Guantanamo und Santiago de Cuba vereinfachen den Kaffeeanbau erheblich.

Zubereitung

Bei den Kubanern selbst sind drei verschiedene Arten der Kaffee-Zubereitung sehr beliebt. Die wohl bekannteste Art ist die Zubereitung eines Café Cubano, auch genannt Cafecito, was so viel wie ‚kleiner Kaffee‘ bedeutet.

Für die Zubereitung eines Café Cubano benötigst du typische kubanische Bohnen und Zucker, der bereits beim Aufbrühen des Kaffees hinzugefügt wird.

So löst sich der Zucker gleich auf und verleiht dem Kaffee einen süßen und ein wenig karamellisierten Geschmack.

Je nach Vorlieben kann der Kaffee aus Kuba unterschiedlich zubereitet werden. (Bildquelle: 123rf.com / 122079087)

Die etwas schwächere Variante dazu ist der Cortadito. Hierfür wird ein Espresso mit aufgeschäumter Milch vermengt. Das Verhältnis von Espresso zu Milchschaum sollte hierbei exakt 3:1 sein.

Die dritte typisch kubanische Zubereitungsart ist der Café con Leche, was einem für uns bekannten Milchkaffee ähnlich ist.

Die wohl originellste Art der Kaffeezubereitung ist der der Colada. Bei dieser Version wird ein vier- bis sechsfacher Espresso von mehreren Leuten gemeinsam getrunken. Dazu eine kubanische Zigarre geraucht, deren Spitze immer wieder in den Espresso getaucht wird.

Kaffee-bezeichnung Benötigte Zutaten Zubereitung Stärkegrad
Café Cubano / Cafecito Kubanische Kaffeebohnen, Zucker Zucker in eine Espressotasse und Kaffee darüber aufgießen Hoch
Cortadito Kubanische Kaffeebohnen, Milch Milchschaum und Espresso werden im Verhältnis 1:3 vermengt Mittel
Café con Leche Kubanische Kaffeebohnen (vorzugsweise Serrano), Milch Warme Milch und Espresso werden im Verhältnis 6:1 vermengt Niedrig
Colada Kubanische Bohnen (vorzugsweise Turquino), Kubanische Zigarre 4-6facher Espresso wird mit kubanischer Zigarre zeitgleich konsumiert Sehr hoch

Menge und Verpackung

Kubanischer Kaffee ist in verschiedene Verpackungsgrößen erhältlich, allerdings ist der Erwerb nur begrenzt möglich, da es sich hierbei um eine Kaffee-Rarität handelt.

Dadurch wird der etwas teurere Preis auch generiert und von Kaffeeliebhabern bereitwillig bezahlt.

Eine Besonderheit dabei ist, dass viele Kaffeesorten erst kurz vor der Verschiffung verarbeitet werden, da, wie bereits erwähnt, sich das einzigartige Aroma dadurch besser entfalten kann.

Der Großteil der fertigen Kaffeeprodukte werden in zwischen 250g und 1000g abgepackt, da diese sowohl für den Transport von geringen Mengen als auch für den Eigengebrauch, am praktischsten und am einfachsten zu transportieren sind.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um Kaffee aus Kuba

Was muss ich beachten, wenn ich Kaffee aus Kuba nach Deutschland einführen will?

Die Einfuhr des kubanischen Kaffees nach Deutschland sollte bei geringen Mengen, die nur für den Eigengebrauch verwendet werden, kein Problem darstellen.

Wenn du dich allerdings dazu entschließt, größere Mengen auf einmal einzuführen, so kann dies zu hohen Zollgebühren führen.

Grundsätzlich gilt, dass den Reisenden eine Mitnahme von Gütern im Gesamtwert von 430€ gestattet ist. Alles darüber hinaus wird bestraft. So kannst du Kaffee, kubanische Zigarren und andere Waren mitnehmen, allerdings dürfen sie diesen Wert nicht übersteigen.

Einfacher ist es daher, den Kaffee online zu bestellen, immer wenn wieder Bedarf dafür ist. Dies verringert nicht nur die Zollgebühren, sondern generiert auch immer wieder frischen Kaffee.

Was sind die besten Orte auf Kuba, um den typischen Kaffeegenuss zu erleben?

Kubanischen Kaffee gibt es auf verschiedenen Teilen der Insel zu trinken. Zum einen kannst du die Kaffeeplantagen im Norden besuchen. Diese bieten neben Touren auch Kaffeeverkostungen an.

Abgesehen davon findest du in Kuba viele kleine Kaffeehäuser, die nicht nur verschiedene Kaffeesorten anbieten, sondern auch mit ihrer rustikalen und gemütlichen Einrichtung kubanisches Flair versprühen.

Wenn du also in Kuba bist, solltest du – egal ob Kaffeeliebhaber oder nicht – diesen heimischen Läden einen Besuch abstatten und dich von kubanischen Köstlichkeiten und kubanischer Musik in Urlaubsstimmung versetzen lassen.

Was ist das geeignete Klima für den optimalen Anbau von kubanischem Kaffee?

Der optimale Kaffeeanbau benötigt Wärme und Sonne, allerdings auch einiges an Feuchtigkeit und gelegentlich ausreichend Niederschlag. Diese Art des tropischen bis subtropischen Klimas findet man im karibischen Meeresraum.

Das Klima an den dort gelegenen karibischen Inseln weist genau die soeben genannten Merkmale auf.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die karibischen Kaffeesorten einen internationalen Bekanntheitsgrad haben und zu den beliebtesten und besten Kaffeesorten der Welt gehören.

Die verschiedenen Inseln von Kuba weisen zusätzlich verschiedene Klimazonen auf, die, je nach Region, dem Kaffee eine individuellen und einzigartigen Geschmack verleihen.

Daher wird oftmals präzise zwischen den verschiedenen kubanischen Kaffeebohnen unterschieden.

So unterschieden sich die Sorten je nach Anbaugebiet; nach Südwesten und Nordosten. Die wohl markanteste klimatische Besonderheit weist die Estella del Norte Bohne auf, da sie in den Bergen langsamer reift und somit einen noch markanteren Eigengeschmack entwickelt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://bunaa.de/de/kuba

[2] https://www.kaffeezentrale.de/kuba

Bildquelle: 123rf.com / 34235477

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