Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2020

Erdnüsse werden oft als Snack für zwischendurch betrachtet, doch viele Menschen wissen gar nicht welches Potenzial in der kleinen Fake-Nuss steckt. Denn eigentlich ist die Erdnuss gar keine Nuss, sondern aus botanischer Sicht eine Hülsenfrucht. Und in ihr stecken viele Nährwerte wie zum Beispiel Vitamine und gesunde Fette.

In diesem Artikel findest du viele nützliche Informationen über die Erdnuss und warum sie eigentlich so gesund ist. Außerdem gibt es ein paar weitere Tipps und Fakten zum rund um das Thema Erdnüsse.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erdnuss gehört aus botanischer Sicht nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten. Sie ähnelt aus dieser Sicht also eher Erbsen und Bohnen als anderen Nüssen.
  • Es gibt eine Vielzahl an Produkten die aus Erdnüssen entstehen. Zum Beispiel Erdnussbutter, Erdnussöl oder auch Erdnussflips.
  • Erdnüsse enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, gesunden Fetten und anderen Nährstoffen. Doch 100 g Erdnüsse enthalten auch sehr viele Kalorien, deshalb solltest du nicht zu viele davon essen.

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Definition: Was sind Erdnüsse?

Erdnüsse gehören zur Familie der Hülsenfrüchte und nicht zu den Nüssen, wie oft angenommen wird.

Sie wachsen am Boden und die Früchte, das heißt die Erdnüsse befinden sich in der Erde. Dadurch ist die Erdnuss eher verwandt mit anderen Hülsenfrüchten wie Erbsen oder Bohnen.

Erdnüsse sind nicht nur in Deutschland ein beliebter Snack. Viele wissen jedoch gar nicht, dass die Erdnuss aus botanischer Sicht gar keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht ist. (Bildquelle: pixabay.com / Couleur)

Die Verwandtschaft mit den Hülsenfrüchten kann man auch aus dem englischen Begriff peanut(pea = Erbse, nut = Nuss) ableiten.

Im Vergleich zu anderen Nüssen hat die Erdnuss auch einen kleineren Omega 3 Anteil.

Im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten öffnet sich die Schale der Erdnuss nicht von alleine. Das hat die Erdnuss mit andern Nüssen gemeinsam und bringt ihr wahrscheinlich auch ihren Namen.

Woher kommt die Erdnuss?

Die Erdnuss kommt ursprünglich aus Südamerika. Durch ihre große Beliebtheit wird sie heute in warmen Gebieten auf der ganzen Welt angebaut.

In Brasilien wird die Erdnuss schon seit über 2000 Jahren angebaut und wurde von dort aus nach Afrika gebracht.

Die größten Anbaugebiete sind China, Westafrika, Südamerika und Indien. China liegt dabei sehr weit vorne und produziert pro Jahr ca. 17Millionen Tonnen Erdnüsse.

Was für Produkte entstehen aus Erdnüssen?

Die Frucht der Erdnuss wird zu vielen verschiedenen Produkten verarbeitet.

Die meisten davon gehören zur Lebensmittelindustrie, doch auch für einige kosmetische Produkte wird die Erdnuss als Zutat hinzugegeben.

Und nicht nur die Erdnuss selbst wird verwendet, denn auch die Schale der Erdnuss die von normalen Verbrauchern oft als Abfall angesehen wird, ist wertvoll und in vielen Produkten wiederzufinden.

Erdnuss Erdnussschale
Erdnussbutter Grillanzünder
Erdnussflips Shampoo
Erdnussöl Papier
Kosmetikartikel Wasserstoff

Aus der Erdnussschale kann sogar Energie gewonnen werden. Dies hat ein Forscherteam aus den USA bewiesen, die aus den Erdnussschalen Wasserstoff gewinnen konnte.

Wasserstoff gilt als sehr umweltfreundlich, da bei seiner Verbrennung kein Kohlendioxid entsteht.

Hintergründe: Was du über Erdnüsse wissen solltest

Sind Erdnüsse gesund?

Erdnüsse schmecken nicht nur, sondern werden oft auch als Superfood bezeichnet, da sie deinen Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen wie zum Beispiel gesunden Fetten, Magnesium und Vitaminen versorgen.

Besonders naturbelassene Erdnüsse sind sehr gesund für deinen Körper. Doch Erdnüsse haben nicht nur positive Effekte.

Deshalb erfährst du in den folgenden Abschnitten alles über Erdnüsse und die gesundheitlichen Vor- und Nachteile.

Was macht Erdnüsse gesund?

Erdnüsse werden immer beliebter. Das liegt daran, dass sie nicht nur lecker schmecken, sondern auch viele gesundheitliche Vorteile haben.

Sie können nicht nur geröstet, sondern auch als Zutat für viele andere Gerichte genutzt werden.

Erdnüsse enthalten Eiweiß (Proteine) und gesunde Fette, dafür aber wenig Kohlenhydrate. Mit rund 25g Eiweiß pro 100g Erdnüssen, sind Erdnüsse Proteinreicher als die meisten anderen Nüsse.

Welche Inhaltsstoffe sind in Erdnüssen?

Erdnüssen enthalten viele gesunde Nährstoffe wie zum Beispiel Eisen, Magnesium und Calcium. Diese sind wichtig und auch gesund für den Körper.

Doch auch jede Menge Kalorien sind in Erdnüssen enthalten. Deshalb solltest du nicht zu viele davon essen.

Was noch alles in Erdnüssen enthalten ist, haben wir dir in folgender Tabelle aufgelistet:

Inhaltsstoffe Nährwerte pro 100g
Kalorien 599kcal
Eiweiß 25,3g
Fett 48,1g
Kohlenhydrate 7,48g
Magnesium 163mg

In Erdnüssen sind außerdem auch die Stoffe Arachin und Conarachin. Auf die Stoffe reagieren einige Menschen schwer allergisch.

Solltest du also noch nie Erdnüsse gegessen haben oder nicht wissen, wie du auf Arachin und Conarachin reagierst, solltest du erst einmal eine Erdnuss mit Vorsicht genießen.

Was sind geröstete Erdnüsse und sind diese gesund?

Rohe Erdnüsse werden in Europa nicht so gerne gegessen und somit auch nicht so oft gekauft.

Deshalb werden die meisten Erdnüsse geröstet oder gesalzen und landen dann in unseren Supermärkten. Doch sind die Erdnüsse dann immer noch gesund? Jein.

Die wertvollen Inhaltsstoffe gehen durch die Röstung der Erdnüsse zwar nicht verloren, jedoch werden durch die Rösttechnik neue Stoffe wie zum Beispiel Fett, Gewürze oder auch Salz und Zucker hinzugefügt.

Das erhöht natürlich sowohl die Kohlenhydrate als auch die Kalorien pro 100g Erdnüsse.

Bei diesen Zusätzen kommt es natürlich ganz auf den Hersteller und das benutzte Röstverfahren an, denn da gibt es keine bestimmten Richtlinien, an die sich jeder halten muss.

Du kannst also zum Beispiel auch geröstete Erdnüsse kaufen, die noch unter die Kategorie Low Carb fallen.

Am sichersten kannst du dir natürlich sein, wenn du dir deine Erdnüsse selbst röstet. So weißt du genau, was drin ist und entscheidest selbst, wie gesund sie sein sollen.

So kannst du deine Erdnüsse zum Beispiel mit etwas Kurkuma oder Zimt bestreuen und dann für ca. 15–20 min bei 150° Grad im Ofen rösten.

Kann ich Erdnüsse auch mit der Schale essen?

Du kannst die Schale der Erdnuss theoretisch auch essen, diese schmeckt aber nicht unbedingt gut.

Auch solltest du bedenken, dass die Schale die Erdnussfrucht im Boden vor vielen Stoffen geschützt hat und deshalb vielleicht kontaminiert sein könnte.

Esse nicht die Schale, wenn du nicht 100 % sicher bist, dass die Erdnuss sicher und sauber gelagert wurde.

Welche Menge an Erdnüssen ist gesund?

Eine kleine Menge an Erdnüssen pro Tag sind durchaus gesund denn sie unterstützen deinen Körper in verschiedenen Funktionen.

Du solltest jedoch darauf achten nicht zu viele Erdnüsse zu essen, da diese pro 100 g fast 600 Kalorien haben.

Auch vor den gerösteten und gesalzenen Erdnüssen solltest du lieber nicht zu viele essen. Sie schmecken zwar vielen Deutschen viel besser als die naturbelassene Erdnuss, jedoch werden beim Röstprozess den Erdnüssen nur noch mehr ungesunde Stoffe zugefügt.

Dies kannst du umgehen, indem du deine Erdnüsse einfach selbst röstest. Dann weißt du was drin ist und selbstgemacht schmeckt meistens auch besser.

Für was können Erdnüsse gesund sein?

Erdnüsse haben viele Vorteile, wenn sie in der richtigen Menge verzehrt werden. Sie können deinem Körper unterstützen und versorgen ihn mit den nötigen Nährstoffen.

Diabetes

Forscher haben herausgefunden das der Verzehr von Erdnüssen das Diabetes Risiko senken kann. Das liegt wahrscheinlich an den wenigen Kohlenhydraten die in Erdnüssen vorhanden sind.

Herz

Durch die in Erdnüssen enthaltenden Nährwerte können Gefäßfunktionen unterstützt werden. Diese sind zum Beispiel für die Regulierung des Blutdrucks und der Blutgerinnung verantwortlich.

Gehirn und Nerven

Durch den hohen Anteil an Magnesium eignen sich Erdnüsse perfekt Nervennahrung und für geistige Anstrengungen.

Auch werden bestimmte Gehirnfrequenzen durch Erdnüsse stimuliert. Diese sind unter anderem für Lernprozesse und deine Wahrnehmung verantwortlich.

Sind Erdnüsse gut für die Verdauung?

Wenn du die rote Haut der Erdnuss mit isst kann dies bei deiner Verdauung helfen. Die Haut der Erdnuss ist zwar etwas bitter, doch genau diese Bitterstoffe helfen deiner Verdauung.

Auch enthält die Haut reichlich Antioxidantien. Diese helfen deinem Körper gegen freie Radikale (Stoffwechselprodukte die Zellen in deinem Körper angreifen.

Erdnüsse haben viele gesunde Nährstoffe und auch die rote Haut kann deinem Körper helfen zum Beispiel die Verdauung anzuregen. (Bildquelle: unsplash.com / camilevita)

Sind Erdnüsse auch während der Schwangerschaft gesund?

Im Internet gibt es viele Informationen und auch Meinungen, ob du Erdnüsse in der Schwangerschaft essen solltest oder nicht. Dies kann natürlich viele verunsichern.

Studien haben mittlerweile bewiesen, dass der Verzehr von Erdnüssen während der Schwangerschaft deinem Baby nicht schaden können.

Natürlich solltest du auf Erdnüsse verzichten, wenn du selbst eine Erdnussallergie hast.

Auch der Verzehr von Erdnussöl oder anderen Produkten aus Erdnüssen ist während der Schwangerschaft kein Problem.

Welche Alternativen gibt es zu Erdnüssen?

Du hast eine Erdnussallergie oder eine generelle Allergie gegen Nüsse? Das ist natürlich kein Problem, denn auch zahlreiche andere Lebensmittel enthalten dieselben gesunden Nährstoffe wie Erdnüsse.

Samen und Kerne

Leinsamen, Chiasamen, Kürbiskernsamen und viele andere kannst du ganz einfach im Supermarkt kaufen und überall mit hinnehmen.

Sie nehmen kaum Platz weg und versorgen sich mit allen wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Eiweiß und Zink.

Hummus

Hummus kannst du als Alternative zu Erdnussbutter verwenden. Dieser orientalische Aufstrich bietet Proteine, Eisen und viele Ballaststoffe.

Neben Aufstrich für Brot, kann Hummus auch als Dip für Gemüse wie Gurken, Karotten oder Sellerie genutzt werden.

Oliven

Oliven haben genau wie Erdnüsse viele gesunde Fette und sind reich an Vitaminen. All diese Nährstoffe sind gut für dein Gehirn.

Jedoch solltest du bei Dosenoliven achtsam sein und diese vor dem Verzehr gründlich waschen, da Dosenoliven Spuren von Natrium enthalten.

Trockenfrüchte

Trockenfrüchte bieten dir viele Vitamine und sind genau wie Erdnüsse ein guter Snack für zwischendurch.

Doch auch Trockenfrüchte haben viele Kalorien und sollten deshalb nicht in zu großen Mengen verzehrt werden.

Trivia: Was du sonst noch über Erdnüsse wissen solltest

Helfen Erdnüsse beim Muskelaufbau?

Erdnüsse können dich beim Muskelaufbau unterstützen.

Dies gilt natürlich nur in der Kombination mit regelmäßigem Sport und anderer gesunder Ernährung. Doch warum hilft da die Erdnuss?

Es sind die Mineralstoffe Magnesium und Kalium. Diese sind in der Erdnuss reichlich vorhanden und unterstützen nicht nur den Muskelaufbau, sondern auch die Nervenfunktion.

Auch die Aminosäure Arginin hilft beim Muskelaufbau und kann durch Erdnüsse aufgenommen werden.

Arginin fördert die Ausschüttung von Wachstumshormonen und hilft dir somit Muskelmasse aufzubauen.

Kann ich mit Erdnüssen abnehmen?

Du kannst nur durch das Essen von Erdnüssen nicht abnehmen, besonders da Erdnüsse selbst sehr viele Kalorien in sich tragen.

Erdnüsse können aber bei Diäten unterstützen, denn die enthaltenen Ballaststoffe, Proteine und das Fett sind kleine natürliche Appetitzügler. Isst du also am Tag ein paar Erdnüsse, bleibt der Heißhunger erstmal aus.

Dies ist besonders hilfreich bei Menschen die gerne auf Süßigkeiten verzichten wollen oder wie schon erwähnt eine Diät starten.

Sind Erdnüsse gesund für meinen Hund?

Schokolade sollte man auf keinen Fall an seinen Hund verfüttern. Das weiß jeder, doch wie sieht es mit Nüssen und speziell mit Erdnüssen aus?

Wir verraten dir, welche Arten dein Hund verträgt und welche nicht.

  • Erdnüsse: Jein. Da Erdnüsse Allergien auslösen können, solltest du sie auf keinem Fall einem Hund geben der schon Herz- oder Nierenprobleme hat. Ist dein Hund gesund, kannst du ihm eine kleine Menge an Erdnüssen geben und schauen wie er reagiert. Hat er keine Reaktionen, ist es sicher ihm auch weiter Erdnüsse zu geben, da diese auch für deinen Hund gesund sein können.
  • Haselnüsse: Ja. Die meisten Hunde vertragen Haselnüsse ziemlich gut. Jedoch enthalten diese neben Eiweiß und Kalzium viel Fett und sollten deshalb nicht regelmäßig verfüttert werden.
  • Walnüsse: Ja. Walnüsse haben einen hohen Gehalt an gesunden Fetten und sind deshalb gesund für Hunde. Jedoch solltest du darauf achten, dass die Walnüsse frisch sind. Lagern Walnüsse zu lange können Schimmelpilze entstehen, die deinem Hund (und auch dir) schaden können.

Fazit

Im Großen und Ganzen sind Erdnüssen gesünder als sie schaden können. Durch die vielen gesunden Nährstoffe wie zum Beispiel Magnesium, gesunde Fette, Proteine oder auch Vitamine werden deinem Körper viele gesunde Stoffe zugefügt.

Doch wie bei vielen anderen Lebensmitteln hat auch die Erdnuss bei großen Mengen ihre Nachteile.

In 100 g naturbelassenen Erdnüssen aber auch besonders in der beliebten gerösteten Version sind genauso viele Kalorien wie in 100 g Schokolade. Zu viele Erdnüsse können deinem Körper also potenziell mehr schaden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.bildderfrau.de/diaet-ernaehrung/diaet-ernaehrung/article226198673/Schilddruese-Lebensmittel.html

[2] https://www.allum.de/krankheiten/erdnussallergie

[3] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/erdnuesse-ia.html

Bildquelle: 123rf.com / 40810088

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